Erste Paten bekommen Ihre Urkunden überreicht

Mai 2017


Seit unserem Jubiläumsjahr 2016 haben interessierte Unternehmen oder Privatpersonen die Möglichkeit, durch die Übernahme einer Patenschaft die Projekte der Bürgerstiftung regelmäßig finanziell zu unterstützen.

Sie sichern so die Stiftungsarbeit dauerhaft und zeigen zudem ihre Bereitschaft, gestaltend am Leben in unserer Stadt teilzunehmen. Jeder Pate erhält eine gerahmte Urkunde, die seinen Einsatz dokumentiert und wird regelmäßig über alle Stiftungsaktivitäten informiert.

In einer Feierstunde am Rande der diesjährigen Fördervergabe erhielten die ersten beiden Paten, Jochen Düll und Jochen Wagner ihre Urkunden.

"Das gemeinschaftliche und selbstlose Engagement vieler Bürger unter dem Dach der Bürgerstiftung kann mehr erreichen als der Einzelne zu erreichen vermag", sagt Jochen Düll, der mit 500 Euro pro Jahr eine silberne Patenschaft übernommen hat. "Jeder kleine und große Beitrag kommt ungeschmälert bei den Förderprojekten an und schafft dadurch für alles Lebensqualität."

Für Jochen Wagner, den ersten Bronze-Paten der Bürgerstiftung (100 Euro im Jahr), ist es wichtig, Gutes im Leben zu tun:

"Gutes Tun ist wichtig. Und Gutes kann von einzelnen oft nicht wie gewünscht geleistet werden.
 Dazu bedarf es viele Hände. Und unsere Stiftung hat viele Hände, die unterstützungswürdige Projekte umsetzen. Und umso mehr helfende und unterstützende Hände am Werk sind, desto mehr Gutes kann erschaffen werden. Und als Pate sehe ich auch meine Hände als Unterstützung für die wertvolle und menschenwürdige Arbeit in unserer Bürgerstiftung. Das Geld fließt den Menschen in unserer Region zu und da geb' ich gerne einen Teil von mir dazu. Wenn noch mehr Hände / Paten dazu kommen, dann kann noch mehr Gutes angepackt werden. Aus diesem Grund hoffe ich sehr, dass mit der Zeit eine große Patenschaft entstehen wird."

Das hoffen wir natürlich auch und freuen uns auf viele weitere Unterstützer, die einen regelmäßigen Beitrag für die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen in unserer Region leisten möchten.

Möglich sind die Übernahme einer Patenschaft Bronze (ab 100 Euro im Jahr), Silber (ab 500 Euro), Gold (ab 1.000 Euro), Platin (ab 2.500 Euro) oder Diamant (5.000 €). Bitte sprechen Sie uns an!


Bildunterschrift: v.l.n.r.: Joachim Erhard, Vorstand Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung; Jochen Düll, Silber-Pate, Jochen Wagner, Bronze-Pate; Lothar Wegener, Vorstand Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung


45.000 Euro für die Menschen in der Region

Erfreute Gesichter über den Geldsegen für das Gemeinwohl!


Für die in diesem Jahr zur Verfügung stehende Fördersumme in Höhe von rund 45.000 Euro haben Vorstand und Kuratorium aus vielen eingereichten Anträgen insgesamt elf Förderanträge ausgewählt, die unterschiedlicher nicht sein können.

Im Rahmen einer Feierstunde wurden die Projekte einzeln vorgestellt und die Stiftungsvorstände Joachim Erhard und Lothar Wegener übergaben den jeweiligen Projektverantwortlichen einen symbolischen Scheck in Höhe der bewilligten Summe. Die Auszahlung erfolgt dann jeweils bei der endgültigen Umsetzung der unterstützten Projekte.

"Auch in Zukunft möchten wir Vereine, Kindergärten, Bildungsinstitutionen, Sozialdienste und gemeinnützige Initiativen in ihren Bemühungen unterstützen, die Lebensqualität der Menschen in unserer Region zu verbessern", sagte Stiftungsvorstand Joachim Erhard. "Eine nachhaltive Förderung von Projekten aus den Bereichen Bildung und Erziehung, Behinderten-, Alten- und Jugendhilfe, Umwelt, Naturschutz und Landschaftspflege sowie Wissenschaft und Forschung liegt uns dabei besonders am Herzen. Jeder ist eingeladen, sich unter dem Dach der Bürgerstiftung für die Bürger von Würzburg und Umgebung einzusetzen - mit Zeit, Geld oder Ideen. "Wir freuen uns über jegliches bürgerschaftliches Engagement"

Mehr zu den in diesem Jahr ausgewählten Projekten erfahren Sie unter 'Laufende Projekte'. 




Schulbesuch in Margetshöchheim

April 2017


Die Grund- und Mittelschule Margetshöchheim zählt circa 250 Schüler aus insgesamt 17 verschiedenen Herkunftsländern.

Bei meinem Besuch erläuterten Schulleiterin Marion Reuther,  Sozialpädagogin Stefanie Paulus und Martin Walter, Klassenlehrer in der Stufe 5, wie die Mittel aus dem Würzburger Bildungsfonds an ihrer Schule für die Förderung von benachteiligten Kindern - überwiegend im Grundschulbereich - eingesetzt werden.

Schüler, die sich nicht organisieren können, Probleme mit ihren Schulsachen haben und ein notwendiges Maß an Eigenverantwortung erst lernen müssen, tun sich meist schwer, im Unterricht mitzuhalten. Wenn die Lern- und Leistungsmotivation nicht hoch genug ist, um selber am Ball zu bleiben und von Zuhause aus unterschiedlichen Gründen wenig bis gar keine Unterstützung kommt, hat das Kind oft keine Chance. „Leisere“ Kinder entwickeln dann keine Freude am Lernen, haben wenig Selbstwertgefühl und gehen in der Klassengemeinschaft oft unter.

Die Schule hat deshalb in diesem Schuljahr dank des Bildungsfonds erstmalig das Projekt „Gewusst wie“ konzipieren und umsetzen können, um genau diesen Kindern gezielt unter die Arme zu greifen.

An insgesamt neun Stunden in der Woche werden ausgewählte Kinder in Absprache mit dem jeweiligen Klassenlehrer von Stefanie Paulus während der Unterrichtszeit begleitet, um Defizite und Schwächen auszugleichen. So werden zum Beispiel Unterrichtsinhalte wiederholt oder vertieft und bei den Hausaufgaben unterstützt, wenn es nötig ist. Mit Hilfe von Stefanie Paulus lernen die Kinder auch, sich selbst besser zu organisieren, z.B. notwendige Schulsachen und Bücher im Unterricht dabei zu haben, Hefte ordentlich und vor allem vollständig zu führen und gestellte Aufgaben zu erfüllen. Sie erleben dadurch wieder Lernerfolge und damit verbunden auch ein gesteigertes Selbstwertgefühl und die Freude am Lernen.

Die Kinder sind „ihrer“ Frau Paulus für die Unterstützung sehr dankbar – und die Lehrkräfte ebenfalls! Denn es lernt sich natürlich leichter, wenn das Leistungs- und Motivationsniveau innerhalb einer Klassengemeinschaft nicht zu weit auseinander klafft.


Bildunterschrift: v.l.n.r.: Martin Walter, Lehrer; Stefanie Paulus, Sozialpädagogin; Marion Reuther, Schulleiterin und Lucia Rühling, Projektleiterin Würzburger Bildungsfonds


Würzburger Bildungsfonds bekommt Spende überreicht

März 2017


Lucia Rühling, Projektleiterin des Würzburger Bildungsfonds kann sich freuen!

Die Eintrittsgelder des KundenForums 2017 der VR-Bank Würzburg kommen benachteiligten Kindern zugute.

Sie bekommt noch während der Veranstaltung einen Spendenscheck in Höhe von 8.000 Euro überreicht.

Damit können im Schuljahr 2017/2018 zwei weitere Schulen in das Förderprogramm aufgenommen werden.



Bildunterschrift: v.l.n.r.: Norbert Hufgard, Geschäftsführer TV touring; Professor Ralf Jahn, Hauptgeschäftsführer IHK Würzburg-Schweinfurt; Lucia Rühling, Projektleiterin Würzburger Bildungsfonds; Joachim Erhard, Vorstand VR-Bank Würzburg und Professor Hans-Werner Sinn, emeritierter Präsident am ifo Institut und Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität, München


Zu Gast in der der Grundschule Giebelstadt

März 2017


Rund 200 SchülerInnen zählt die Grundschule Giebelstadt in diesem Schuljahr, darunter 66 ausländische Kinder. Der im vergangenen Jahr erwartete große Zustrom von Kindern mit Fluchterfahrung ist ausgeblieben, da die Einrichtung einer größeren Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Giebelstadt letztlich nicht realisiert worden ist.

Schulleiterin Barbara Bartsch und Schulsozialarbeiterin Agnieszka Paterman berichteten Georg Kaiser, Schulpate, sowie Lucia Rühling, Projektleiterin „Würzburger Bildungsfonds" nach einer Führung durch das großzügige, freundliche und helle Schulgebäude von den bereits umgesetzten und geplanten Fördermaßnahmen aus dem Topf des Bildungsfonds:

Ein Schüler der Schule erhält seit einiger Zeit zwei Mal pro Woche Hausaufgabenhilfe – erteilt von einer Heilpädagogin, die auf ihn eingehen und mit seiner besonderen persönlichen Situation umgehen kann. Nicht alle Kinder können die (von staatlicher Seite finanzierten) Hilfsangebote wie Vorkurse, Deutschförderkurse Übergangsklassen etc. in gleichem Maße für sich nutzen. Manchmal ist es nötig, zusätzlich zur Gruppenförderung noch individuelle Unterstützung zu leisten, damit das Kind in den Schulalltag einsteigen, die Schriftsprache, Rechnen und vor allem aber die Freude am Lernen erlernen kann. Hier fördert der Würzburger Bildungsfonds unbürokratisch und schnell.

Ab Mai 2017 soll es einen Selbstbehauptungskurs für ausgewählte unauffällige bis schüchterne Schüler aus den Jahrgangsstufen 1-3 geben. Unter dem Motto: "Mut tut gut - ab heute trau ich mich mehr!" bekommen Kinder, die sich in schulischen Konfliktsituationen nicht ausreichend wehren können, die Möglichkeit, anhand von erlebnispädagogischen Elementen und spielerischen Aufgaben das eigene Selbstwertgefühl zu stärken.
Eine aufrechte Körperhaltung, eine kräftige Stimme und das Erleben positiver Erfahrungen sollen auch stille, ängstliche Kinder über sich hinauswachsen lassen, damit sie mit kritischen Situationen innerhalb der Gesellschaft besser umgehen können. Unter Einbeziehung der Eltern wird auch die Erziehungsberatungsstelle Giebelstadt beteiligt.

Möglichst zeitnah möchten die Pädagoginnen außerdem in Kooperation mit der ZV Sing- und Musikschule Würzburg für die beiden ersten Jahrgangsstufen eine Rhythmusgruppe einrichten. Vor allem für ausländische Kinder (aber nicht nur für diese) ist rhythmisches Musizieren in der Gruppe ein sehr guter Einstieg in das Erlernen der deutschen Sprache.

Direkt gegenüber dem Schulgebäude befindet sich der Kindergarten St. Josef.
Das Projekt: "Ich komm bald in die Schule" wird Familien mit Migrationshintergrund, deren Kinder im neuen Schuljahr vom Kindergarten in die Schule wechseln, bereits im Vorfeld unterstützen.
Der schon bestehende Vorkurs für diese Kinder kann mit Mitteln aus dem Bildungsfonds sinnvoll erweitert werden: Durch zusätzliche gemeinsame Treffen mit Eltern und Kindern im Schulgebäude sowie dem Aufbereiten von Kursinhalten und Informationen für Eltern in Leichter Sprache werden Ängste leichter abgebaut und sprachliche Barrieren anhand von Erlebnissen bereits vor der Einschulung im Herbst überwunden.

Beide Pädagoginnen äußerten große Dankbarkeit über die Möglichkeiten solch zusätzlicher und niederschwelliger Hilfe für benachteiligte Kinder an der Schule, die ohne die Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung und den Würzburger Bildungsfonds nicht möglich wäre.
Wir hatten den Eindruck, dass das Geld des Bildungsfonds in Giebelstadt sehr gut investiert ist und freuen uns auf weitere Besuche in der Schule.


Bildunterschrift: v.l.n.r.: Barbara Bartsch, Schulleiterin; Agnieszka Paterman, Schulsozialarbeiterin; Georg Kaiser, Schulpate und Lucia Rühling, Projektleiterin Würzburger Bildungsfonds


Besuch der Gustav-Walle-Mittelschule Würzburg-Lindleinsmühle

Februar 2017


Im Herbst letzten Jahres hat Charlotte Lamb, Mitinhaberin und Prokuristin der Max-Lamb GmbH & Co. KG in Würzburg bei einer Veranstaltung der IHK Würzburg-Schweinfurt erstmalig vom Würzburger Bildungsfonds erfahren. Sie fand das Projekt toll und unterstützenswert und mit großer Dankbarkeit konnte die Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung im Dezember die diesjährige Weihnachtsspende der Firma Max Lamb GmbH & Co. KG in Höhe von 5.000 Euro für den Bildungsfonds entgegennehmen. Zusätzlich übernahm Frau Lamb spontan die Schulpatenschaft für die Gustav-Walle-Mittelschule, denn der persönliche Kontakt war ihr ganz wichtig.

Bei unserem ersten Besuch in der Schule trafen wir auf ein sehr engagiertes Lehrerteam, welches sich bereits seit einer ganzen Weile gemeinsam mit Kollegen, vor allem aber auch mit den Schülern intensiv Gedanken darüber macht, wie eine moderne und schülerzentrierte Schule in der heutigen Zeit aussehen könnte.

Die Gustav-Walle-Mittelschule befindet sich im Stadtteil Lindleinsmühle im Norden von Würzburg und zählt rund 240 Schüler aus vielen verschiedenen Nationen und mit ganz unterschiedlichen persönlichen Lebensgeschichten.
Die individuelle Förderung von einzelnen Schülern, auch und besonders im Bezug auf die Integration von Kindern mit geringeren Bildungschancen, liegt den PädagogInnen sehr am Herzen. Mit den vom Würzburger Bildungsfonds zur Verfügung gestellten Mitteln konnte nun hier im ersten Schulhalbjahr auf ganz unterschiedliche Weise Einzelfallunterstützung für benachteiligte Kinder und Jugendliche geleistet werden:

Nachhilfeunterricht für Schüler, die Deutsch als Zweitsprache lernen, Anschaffung von Vokabelboxen, die das Selbstlernen und -trainieren der deutschen Sprache unterstützen, die Finanzierung von zusätzlichen Schwimmstunden, um damit die Teilnahme am stundenplanmäßigen Schwimmunterricht der Klasse für einige Kinder überhaupt erst möglich zu machen sowie eine anteilsmäßige finanzielle Unterstützung zu einer Klassenfahrt, an der der betroffene Schüler ansonsten als einziger nicht hätte teilnehmen können, sind nur einige Beispiele.

Nach einem langen und sehr informativen Vormittag in der Schule hatten wir das sichere Gefühl, dass auch hier jeder Cent des Bildungsfonds sehr gut angelegt ist und sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen.


Bildunterschrift: v.l.n.r.: Charlotte Lamb, Mitinhaberin und Prokuristin der Max Lamb GmbH & Co. KG, Matthias Schranner, Schulleiter, Gudrun Reinders, Lehrerin, Karin Dietzsch, Lehrerin und Lucia Rühling, Projektleiterin Würzburger Bildungsfonds vor der Gustav-Walle-Mittelschule


Ein Vormittag in der Adalbert-Stifter Grundschule Würzburg-Zellerau

Februar 2017


Die IHK Würzburg-Schweinfurt gehört zu den Gründungspartnern des Würzburger Bildungsfonds.

Dem stellvertretenden Hauptgeschäftsführer Max-Martin Deinhard war es von Anfang an ein wichtiges Anliegen, sich für eine der teilnehmenden Schulen persönlich einzusetzen - er hat deshalb die Schulpatenschaft für die Adalbert-Stifter Grundschule in Würzburg-Zellerau übernommen.
Zusammen mit Projektleiterin Lucia Rühling besuchte er Anfang Februar die Schule, um sich einen ersten Überblick über den Einsatz der Mittel aus dem Bildungsfonds zu machen:

Die stellvertretende Schulleiterin und Verantwortliche im Projekt, Bettina Wohlleber, stellte uns zunächst die Schule vor:
Rund 230 Schüler zählt die Adalbert-Stifter Schule zur Zeit, der Migrationsanteil liegt in einigen Klassen bei über 75%, was allerdings nicht erst seit der aktuellen Flüchtlingskrise der Fall ist.
Die Kinder sind in Klassen von bis zu 25 Schülern untergebracht, bei einem Rundgang durch das Gebäude erklärte uns Frau Wohlleber, dass seit einer kürzlich dringend notwendig gewordenen Neuausstattung der Räume mit neuen Möbeln darauf geachtet wurde, dass möglichst alle Klassenzimmer gleich aufgebaut und eingerichtet sind, um dadurch den Kindern ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln.

Kinder mit Fluchterfahrung sind gemeinsam mit anderen Kindern in Regelklassen untergebracht, dies hat sich für die schnellere Integration und das Erlernen der deutschen Sprache bewährt. Zusätzlich erhalten diese Kinder zwei Deutschstunden pro Tag in Kleingruppen von sechs bis acht Kindern, jeweils nach Jahrgangsstufen getrennt.

Über die 5.000 Euro aus dem Würzburger Bildungsfonds ist Frau Wohlleber überaus dankbar, denn damit kann die Schule eine ergänzende Sprachförderung durch sog. Sprecherziehungsstunden anbieten, die sich für die Kinder gleich mehrfach dauerhaft auszahlt.
Wir durften an einer solchen Stunde teilnehmen und erleben, wie die Kinder unter der sehr liebevollen und sensiblen Anleitung von Anke Willwohl, Dekanatskantorin der Pfarreiengemeinschaft Heiligkreuz/St. Elisabeth (ohne Bild), in Kleingruppen durch gemeinsames Singen und Nachsprechen von einfachen Texten ihren Grundwortschatz der deutschen Sprache erweitern. Spielerisch und mit viel Begeisterung wird so aber auch die korrekte und vor allem deutliche und gut verständliche Aussprache der einzelnen Worte trainiert.

Acht Wochen dauert jeweils ein Durchlauf für zwei Klassen, in dem sich die Kinder in kleineren Gruppen zwei mal in der Woche für eine Sing- und Sprechstunde treffen, danach sind die nächsten beiden Klassen an der Reihe. Circa 120 Kinder pro Schuljahr werden so durch dieses zusätzliche Angebot nicht nur beim korrekten Erlernen der deutschen Sprache unterstützt, sondern auch in ihrem Sprachselbstbewusstsein gefördert.

Seinem Gegenüber selbstbewusst entgegen schauen; laut, deutlich und mit korrekter Aussprache anstatt leise murmelnd und mit auf den Boden gesenktem Blick zu kommunizieren, sind wichtige und unverzichtbare Verhaltensweisen, wenn es darum geht, im Leben anerkannt und ernst genommen zu werden.

Wenn die Schüler der Adalbert-Stifter Grundschule ihre Schule nach vier Jahren gestärkt und selbstbewusst und mit der Vorstellung, ihr Leben selbst in die Hand nehmen zu können, verlassen, ist das Ziel der PädagogInnen erreicht.

Der Würzburger Bildungsfonds will diejenigen Kinder, für die dieser Weg aufgrund ihres sozialen oder familiären Umfelds oder ihrer persönlichen Lebensgeschichte nicht ganz so einfach und selbstverständlich ist, dabei unterstützen.


Bildunterschrift: v.l.n.r.: Lucia Rühling, Projektleiterin 'Würzburger Bildungsfonds', Bettina Wohlleber, stellvertretende Schulleiterin und Max-Martin Deinhard, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt in der Adalbert-Stifter Grundschule


Besuch in der Grundschule Würzburg-Dürrbachgrund

Januar 2017


Die Grundschule Würzburg-Dürrbachgrund gehört zu den Empfängern von Mitteln aus dem Würzburger Bildungsfonds. Schulleiter Horst Peter ist außerordentlich froh, nicht nur für Schüler mit Migrationshintergrund, die weitgehend in der GU wohnen, sondern auch für deutsche Schüler Projekte durchführen zu können, die ohne zusätzliche finanzielle Hilfe nicht zu stemmen wären.

Bei einem persönlichen Besuch von Lucia Rühling, Projektleiterin Würzburger Bildungsfonds und Elisabeth Reinöhl, die das Projekt als Schulpatin begleiten wird, informierte Herr Peter ausführlich über die Projekte, für die die Gelder aus dem Würzburger Bildungsfonds an seiner Schule im Schuljahr 2016/2017 eingesetzt werden.

Elisabeth Reinöhl schildert ihre Eindrücke:

Sprachförderung durch Musik
In Kooperation mit der Musikschule Würzburg führt Eva Schneider-Schmitt, Leiterin Tasteninstrumente beim Zweckverband Sing- und Musikschule Würzburg, einmal wöchentlich eine Doppelstunde für Kinder mit Migrationshintergrund durch.
Mit einfachen Instrumenten, Liedern und tänzerischer Begleitung wird die deutsche Sprache spielerisch vertieft. Gleichzeitig werden mit Hilfe der Instrumente Verhaltensweisen eingeübt, die für ein gedeihliches Zusammenleben unabdingbar sind: gegenseitige Aufmerksamkeit, Zuhören, Rücksichtnahme.
Wir durften an einer Musikstunde teilnehmen und es war wirklich berührend, die Begeisterung und den Eifer der Kinder mitzuerleben.

Für das Projekt Imagefilm konnte Schulleiter Horst Peter den Rapper und Sozialpädagogen Stefan Beckenbauer gewinnen, der im vergangenen Jahr bereits einen Schul Rap mit Schülern aufgenommen hat. Er wird im Frühling mit ca. zehn Kindern der 3. und 4. Klassen einen Film über die Schule drehen.
Die Schüler können Interviews führen, Ideen einbringen, sollen mitarbeiten, drehen, schneiden etc.
Ziel des Projektes ist die Stärkung von Selbstbewusstsein, Freude an der Schule und am Lernen, vor allem aber das Erleben eigener Stärken möglich zu machen..

Bei einem Tanzprojekt wird Breakdancer Guido Winterstein mit Kindern aus Flüchtlings- und Regelklassen einen gemeinsamen Tanz einstudieren. Der Tanz soll helfen, Berührungsängste zwischen deutschen und ausländischen Kindern abzubauen, um so gegenseitige Akzeptanz und damit unter anderem auch das gemeinsame Lernen zu fördern.

Mein erster Besuch als Schulpatin an der Grundschule Würzburg-Dürrbachgrund war außerordentlich bereichernd und informativ. Die innovativen Ideen von Lehrern und Schulleitung machen Mut zu noch mehr Engagement und Investition im Bereich Bildung. Das Geld des Bildungsfonds ist hier gut angelegt.


Bildunterschrift: v.l.n.r.: Eva Schneider-Schmitt, ZV Sing- und Musikschule Würzburg und Elisabeth Reinöhl, neue Schulpatin der Grundschule Würzburg-Dürrbachgrund beim Vorbereiten der Instrumente für die Musikstunde.


Förderpreis der Aktion "Zeichen setzen"

Dezember 2016


Den Förderpreis der Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung überreichte Stiftungsvorstand Jürgen Kirchner an Oliver Hösel, der sich seit 10 Jahren um Kinder mit körperlichen Schwächen, geistiger Behinderung und Verhaltensauffälligkeiten kümmert.

"Sie arbeiten unauffällig und selbstlos, gleichen Mängel unseres Systems aus und helfen damit der Allgemeinheit", lobte Jürgen Kirchner


Die vollständige Laudatio des Herrn Kirchner finden Sie unter dem Reiter "Zeichen setzen".

Bildunterschrift: v.l.n.r.: Oliver Hösel, Integratives Kinderturnen, DJK Würzburg e.V und Jürgen Kirchner, Notar a.D., Stiftungsvorstand der Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung. 


6.000 Euro Spende für den Würzburger Bildungsfonds vom Rotary Club Würzburg

Oktober 2016


Der Rotary Club Würzburg hat anlässlich seines 60. Geburtstages in diesem Jahr beschlossen, den Würzburger Bildungsfonds mit einer Spende in Höhe von 6.000 Euro zu unterstützen.

Bildungsarbeit stehe auch im Jubiläumsjahr für den Rotary Club an erster Stelle, sagte Präsident  Stefan Wilhelm Fischer bei der symbolischen Übergabe der Spende am 25. Oktober 2016 an den Kuratoriumsvorsitzenden der Bürgerstiftung, Norbert Wagner sowie an Lucia Rühling, Projektleiterin des Würzburger Bildungsfonds im Rahmen eines Abendmeetings der Mitglieder im Club.

Wir freuen uns außerordentlich über diese Zuwendung und die damit verbundene Wertschätzung unseres neuen und innovativen Projekts hier in der Region und bedanken uns im Namen des gesamten Vorstandes nochmals sehr herzlich für die großzügige Unterstützung!  

Bildunterschrift: v.l.n.r.: Stefan Wilhelm Fischer, Präsident Rotary Club Würzburg, Lucia Rühling, Projektleiterin Würzburger Bildungsfonds, Norbert Wagner, Kuratoriumsvorsitzender der Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung. 



Vorstellung des Würzburger Bildungsfonds im IHK-Bezirksausschuss Würzburg

Oktober 2016


Die IHK Würzburg-Schweinfurt ist einer der fünf Gründungspartner des Würzburger Bildungsfonds und unterstützt diesen auf vielfältige Art und Weise. Neben der Zuwendung in Höhe von 500 Euro und einer ausführlichen Berichterstattung in der Juli Ausgabe des IHK Magazines "Wirtschaft in Mainfranken" hatte Projektleiterin Lucia Rühling am 12. Oktober 2016 Gelegenheit, das Projekt im Rahmen eines Treffens des IHK-Bezirksauschusses Würzburg zu präsentieren und dessen Ziele zu erläutern:

Unkomplizierte Förderung benachteiligter Kinder direkt in der Schule z.B. bei der Lernentwicklung oder dem Spracherwerb. Damit alle jungen Menschen, egal welcher Herkunft, die gleichen Chancen auf gute Bildung, einen Platz in unserer Gesellschaft und eine sichere Zukunft haben.

Weitere Redner des Tages waren Christian Schuchardt, Oberbürgermeister der Stadt Würzburg, Prof. Christian Baumgart, Stadtbaurat der Stadt Würzburg, Klaus Walther, Wirtschaftsförderer der Stadt Würzburg sowie Daniel Sauer, Vorstandsvorsitzender der FC Würzburger Kickers AG. 

Bildunterschrift v.l.n.r.: Klaus Walther, Daniel Sauer, Lucia Rühling, Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Ausschussvorsitzender Dr. Klaus D. Mapara, Vizepräsident der IHK Würzburg-Schweinfurt und Max-Martin W. Deinhard, stv. Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt.



 

Run4Freedom&Tolerance 9.10.2016

Oktober 2016


Die Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung unterstützte den Run4Freedom mit 5.000 Euro zur Anschaffung der Laufshirts.

Die Scheckübergabe fand kurz vor dem Start direkt am Lauftag statt.

Anschließend startete die Staffel "Die Bürgerstiftler"  

Bildunterschrift: v.l. Max-Martin W. Deinhard stv. GF der IHK WÜ/SW und Bündnispartner für den Würzburger Bildungsfonds, Susanne Weisenberger, Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung, Michael Ax, Friseurmeister und Kuratoriumsmitglied der Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung, Lucia Rühling, Projektleiterin "Würzburger Bildungsfonds", Norbert Wagner, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums der Bürgerstiftung, André Fischer, Vorsitzender des Stadtjugendrings Würzburg K.d.ö.R., Marcus Wieser, Vorstandsmitglied des Stadtjugendrings Würzburg K.d.ö.R.


 

Sport ohne Grenzen - ein Integrationsprojekt für Asylbewerber

September 2016


Bereits seit Frühjahr 2014 bietet der Sportverein „Freie Turnerschaft Würzburg 1899" Asylbewerbern mit dem Projekt „Sport ohne Grenzen" vollwertige Mitgliedschaften im Verein an, damit sie kostenlos an allen angebotenen Sportarten teilnehmen können. Eigens hierfür eingeworbene Spendengelder decken die Kosten der Mitgliedschaft, eventuell nötige Ausrüstung sowie Fahrtkosten. Viele der ausländischen Geflüchteten wohnen in der Gemeinschaftsunterkunft Veitshöchheim und sind auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen.

Den Geflüchteten wird so eine sinnvolle Beschäftigung und durch die Kraft des Sports ein ungezwungener Zugang zur Integration angeboten. Durch den direkten Kontakt zu den anderen Vereinsmitgliedern werden Vorurteile auf beiden Seiten leichter abgebaut und durch gegenseitiges Verständnis und Freundschaften ersetzt.
Die „Freie Turnerschaft Würzburg 1899 e.V." möchte hiermit ein Zeichen setzen und aktiv zur Sport- und Integrationskultur in Würzburg beitragen.

Die Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung unterstützt dieses Projekt in diesem Jahr mit 2.500 Euro.

  

Bildunterschrift:  Lucia Rühling besuchte den Tanzkurs am Freitagabend: Hier treffen sich Frauen verschiedener Nationalitäten einmal in der Woche, um gemeinsam unter Anleitung einer Tanzlehrerin zu tanzen.


Unterstützung des Nachtdienstes der Bahnhofsmission

Juli 2016


Bereits seit 1898 gibt es die Bahnhofsmission Würzburg, die Bedürftigen, Ortsfremden oder am Bahnhof gestrandeten Menschen ohne Anmeldung, ohne Bedingungen und untentgeltich zur Seite steht.

Sie ist oft die erste oder letzte Anlaufstelle für Menschen, die sich in einer Notlage befinden und einfach nicht mehr weiter wissen.

Egal, ob Reisende, die z.B. ihre Handtasche mit Geld oder Handy verloren haben oder Hilfe bei Gleiswechsel benötigen, oder Menschen, die keine ausreichenden finanziellen Mittel zum Leben haben, ohne Schlafplatz oder Wohnungen sind, durch Sucht- oder Beziehungsprobleme überfordert sind oder aus Gewaltsituationen flüchten - die Bahnhofsmission ist Tag und Nacht für jeden Hilfesuchenden geöffnet und dies an 365 Tagen im Jahr.

25 gut ausgebildete ehrenamtliche Helfer sorgen gemeinsam mit vier Fachkräften und 12 nebenberuflichen Mitarbeiter/Innen dafür, dass diese Rundum-Betreuung geleistet werden kann.

Inbesondere nachts ist die Bahnhofsmission oft der letzte Rettungsanker für Menschen in Not, sehr häufig sind es vor allem Frauen, die Schutz und Geborgenheit suchen.

Auch Unterstützer brauchen Unterstützung: Der Förderverein Bahnhofsmission Würzburg e.V.

Seit vielen Jahren setzt sich der Förderverein Bahnhofsmisson e.V. mit großem ehrenamtlichen Einsatz dafür ein, die Christophorus Gesellschaft als Träger der Bahnhofsmission zu unterstützen.

Er ist Sprachrohr für die Arbeit der Bahnhofsmission in der Öffentlichkeit und organisiert Aktionen und Benefizveranstaltungen, um Spendengelder zu akquirieren. Hiervon werden zum Beispiel die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden der Bahnhofsmission finanziert oder die Kontinuität der Nachtdienste sichergestellt.

Mit einem Förderbetrag von 4.000 Euro leistet die Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung in diesem Jahr ihren Beitrag dazu, dass Menschen in Not auch nachts in Würzburg jederzeit eine sichere Zufluchtstätte haben.